Baumunglück in Eimsbüttel

Sabrina Stark sitzt vor ihrem Laptop am Tisch. Auf sie ist eine Fernsehkamera gerichtet.

Gutachten zeigt: Stadt Hamburg hat Verkehrssicherungspflicht verletzt

Im Oktober 2025 kam es zu einem folgenschweren Unglück in Eimsbüttel. Eine Sumpfzypresse im Park am Weiher brach und traf eine Spaziergängerin. Sie ist seitdem querschnittsgelähmt. Rechtsanwältin Sabrina Stark hat das Mandat der Spaziergängerin übernommen. Nun kommt ein Gutachten, das die Familie im Auftrag gegeben hat, zu einem eindeutigen Schluss: Die Stadt Hamburg hat ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt.

Durch den teilweisen Wegfall ihres benachbarten Zwillingsbaums und der Fällung einer nahestehenden Stieleiche hat die Sumpfzypresse ihren natürlichen Windschutz verloren. Diese Freistellung des Baumes wurde, so das Ergebnis des Gutachtens, weder bei den Arbeiten an den Nachbarbäumen noch bei späteren Bauminspektionen berücksichtigt. Maßnahmen, um das Brechen der Sumpfzypresse zu verhindern, beispielsweise sie rechtzeitig einzukürzen, seien ausgeblieben.

Sabrina Stark lächelt in eine Fernsehkamera, die sich im Vordergrund befindet. Auf dem Bildschirm der Kamera ist der Ausschnitt der Aufnahme zu sehen.
Rechtsanwältin Sabrina Stark im Interview mit dem NDR.

Unser Standpunkt ist demnach eindeutig: Die Stadt Hamburg hätte bei den früheren Fällungen der Nachbarbäume die Auswirkungen auf beispielsweise die Sumpfzypresse bewerten müssen.

Deshalb machen wir für die Betroffene zivilrechtliche Ansprüche geltend. Als nächstes wird Sabrina Stark beim Landgericht Hamburg Klage auf Haftung einreichen. Im Verfahren wird dann entschieden, ob die Stadt Hamburg für den entstandenen Schaden aufkommen muss.

Gleichzeitig hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen einer möglichen Straftat aufgenommen. Über den Fall sprach Rechtsanwältin Sabrina Stark sowohl im Hamburg Journal des NDR als auch im Hamburger Abendblatt (kostenpflichtig).